Judo/Jiu-Jitsu
10.03.2018, Judo/Jiu-Jitsu

Kata-Lehrgang: Seiryoku-zen’yo-kokumin-taiiku


Am Samstag, 10. März 2018 von 10.00 bis 14:30 Uhr fand im Dojo des MTV Ludwigsburg der erste Seiryoku-zen’yo-kokumin-taiiku-Lehrgang statt.

Die („Nationale Leibeserziehung nach dem Prinzip der effektivsten Nutzung der Energie“), abgekürzt als Kokumin-Taiiku, ist weniger eine isolierte Kata als vielmehr ein komplexes System. Kano konzipierte die in ihr enthaltenen Übungen nicht primär für Judoka, sondern als Gymnastik zur Verbesserung der Gesundheit durch Leibeserziehung. Durch den geringen Platzbedarf sowohl im ersten als auch im zweiten Teil ist diese Kata auch außerhalb eines Dojo und ohne Tatami möglich: eben eine „nationale Leibeserziehung“.* Darüber hinaus trainiert diese Kata Schlagtechniken. - Im Kodokan wird aber Wert darauf gelegt, dass es eine Kata ist, obwohl sie das Wort „Kata“ nicht in ihrem Namen trägt. (Aber die Kodokan Goshin-Jutsu ist ja auch eine Kata, obwohl sie nicht „…-no-Kata“ heißt.)

Jacques Cosson und Astrid Czymara bekamen diese Kata bereits zweimal im Kodokan gelehrt und freuten sich, diese recht unbekannte Kata in einem Lehrgang ein bisschen verbreiten zu können. Nach langer und intensiver Vorbereitung musste Jacques den Lehrgang aber allein leiten, da Astrid als Referentin wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte. Jacques erklärte zunächst die einzelnen Techniken, die anschließend geübt wurden:

  1. die Tandoku-Renshu-Gruppe (ohne Partner) und
  2. die Sotai-Renshu Gruppe (mit Partner), die aus Kime-Shiki und Ju-Shiki besteht. Die Kime-Shiki enthält auch Angriffe mit Messer und Schwert; die Ju-Shiki ähnelt Techniken der Ju-no-Kata.

Als Uke sprangen für Kime-Shiki Matthias Hubl und für Ju-Shiki Siegfried Kiessler-Fink ein.

Die Teilnehmer vom BJV, WJV und JJT hatten viel Freude und übten fleißig die vorgestellten Techniken.

*Quelle: Kano, Jigoro: Kodokan Judo. Bonn : Verlag Dieter Born, 2007. Seiten 20/21 und 239.


 
Judo/Jiu-Jitsu